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Free the belarusian…four

Aleksandr nach seiner Entlassung„Ich habe meine Prinzipien beibehalten und habe nicht vor, ihnen abzuschwören“ – Aleksandr Frantskevich aus dem Gefängnis entlassen

Am 3. September wurde Aleksandr aus der Strafkolonie entlassen, in der er seit Oktober 2010 inhaftiert war. Kurz nach seiner Entlassung erschien auf dem weißrussischen oppositionellen Informationsportal Charta97.org ein Interview, in dem er über seine Festnahme, die Zeit im Gefängnis und die fortwährenden Schikanen der Sicherheitsapperate sprach. (Video seiner Freilassung)

Die folgende Übersetzung erscheint in der kommenden Ausgabe der Gǎi Dào, der monatlichen Zeitschrift der Föderation deutschsprachiger Anarchist*innen. Damit sich diese erfreuliche Nachricht möglichst zeitnah verbreiten kann, durften wir das Interview schon im Vorfeld veröffentlichen. Wir bedanken uns bei Ndejra für die Übersetzung und bei der Gǎi Dào. Die besagte Ausgabe erscheint am 1. Oktober und kann bei diversen Info- und Buchläden und online bei Black Mosquito erworben, oder umsonst auf der Homepage herunter geladen werden. Neben diesem Interview findet ihr wie gewohnt einen Querschnitt aus anarchistischer Theorie und Praxis auf lokaler und internationaler Ebene, ein Blick lohnt sich also auf jeden Fall.

Noch eine kleine Vorankündigung in eigener Sache: Um die Freilassung von Aleksandr zu feiern, laden wir am Freitag, den 11. Oktober in den Fischladen (Rigaerstr. 83, F‘Hain). Dennoch wollen wir in der Euphorie aus kleinen Siegen, Musik aus Instrumenten und Konserve und delikaten Kaltgetränken nicht vergessen, dass immer noch 4 Genossen in Haft sitzen, Lukaschenko weiterhin jeden Widerstand, insbesondere den der anarchistischen Bewegung, mit aller Macht zu zerschlagen sucht und das schöne Leben für Alle noch lange nicht vor der Haustür steht. Vielfältiges Hintergrund- und Propagandamaterial, Infos zu unserer Arbeit und der von ABC Belarus, Tipps zum Support der lokalen Strukturen und der Gefangenen und vieles mehr zu den vielseitigen Facetten der Gesamtscheiße bringen euer Hirn und Herz am Tag danach wieder auf Trab, denn immer noch gilt: Niemand kann frei sein, solange es nicht alle sind. Genauerer Infos zum Programm findet ihr in den kommenden Tagen auf unserem Blog.

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Neuigkeiten aus Weißrussland

Baldige Freilassung eines Gefangenen

Vorraussichtlich wird dieses Jahr einer der inhaftierten Genossen, Aleksandr Frantskevich, aus der Haft entlassen. Aleksandr sitzt seit dem 3. Oktober 2010 in Strafkolonie mit verschärften Bedingungen 1. Der genaue Zeitpunkt der Freilassung steht derzeit noch nicht fest, jedoch wird es voraussichtlich zwischen dem 3. und 6. September sein. Natürlich hängt das Ganze auch vom Gutdünken Lukaschenkos und anderen Regierungseumeln ab…


Großereignisse in Weißrussland

Im Mai 2014 soll die Eishockey Weltmeisterschaft in Weißrussland ausgetragen werden.
Des Weiteren finden vorraussichtlich zwischen Ende 2014 und Anfang 2015 Wahlen in Weißrussland statt. Der genaue Zeitpunkt der Wahlen steht noch nicht fest, wird aber – wie bei den letzten Wahlen – höchstwahrscheinlich erst zwei bis drei Monate vorher bekannt gegeben. Dabei sei erwähnt, dass geanu vor den letzten Wahlen unsere Genossen inhaftiert wurden und generell einige irgendwie unliebsame politisch Aktive (aus welchem politischen Lager auch immer) inhaftiert, unter Hausarrest gestellt oder mit sonstigen Einschüchterungsversuchen konfrontiert wurden. Vor dem Hintergrund der Eisockey WM, ist dies gespannt zu beobachten, da die WM eine gute Möglichkeit darstellt, die katastrophale Situation in Weißrussland in die Aufmerksamkeit einer größeren Öffentlichkeit zu tragen. Denn wie auch andernorts bei solcherlei Großereignissen (z.B. gerade in Brasilien, wo dieses Jahr die Fußball WM stattfinden soll und derzeit große Massenproteste vor Ort stattfinden), zieht dies auch vermehrt das Interesse einer größeren Öffentlichkeit auf sich. Hoffen wir, dass Lukaschenko sich auf dünnem Eis befindet…

1 „Die Strafkolonien sind bewachte Areale, auf denen sich verschieden Gebäude, wie Kantinen, Schlafbarracken und Sporteinrichtungen befinden, in denen sich die Gefangenen – natürlich strikt innerhalb der Lagergrenzen – bewegen können. Sie haben die Möglichkeit andere Insassen zu treffen, zu arbeiten oder Sport zu machen. In den meisten Lagern werden die Gefangenen zum Arbeiten gezwungen, aber es gibt auch Kolonien, in denen nichts hergestellt wird und die Insassen nur herum hängen.“ (aus dem ABC Summer Bulletin). Verschärfte Bedingungen heißt hier u.a., dass weniger als fünf Besuche pro Jahr erlaubt sind.

Solidarität muss Bargeld werden²

Spendenkonto für die anarchistische Bewegung in Weißrussland

Wie wir an anderer Stelle bereits erwähnt haben, ist ein nicht unwesentlicher Teil unserer Soliarbeit das Sammeln von Geld. Ohne Moos wenig los gilt leider und insbesondere auch für anarchistische Arbeit und Gefangenenbetreuung in autoritären Kackstaaten: Anwaltskosten, die Unterstützung der Gefangenen mit kleinen, alltäglichen Lichtblicken, die Unterstützung der Familien der Eingesperrten – die dadurch oft selbst in den Fokus des Sicherheitsapperats geraten – und die tausend Kleinigkeiten der politischen Alltagsarbeit.

Neben unseren regelmäßigen Tresen und dem Solimaterial haben wir ab sofort ein drittes Standbein: ein Spendenkonto. Das gibt insbesondere Menschen die Möglichkeit (finanziellen) Support zu leisten, die nicht in Berlin wohnen oder aus anderen Gründen die anderen Möglichkeiten nicht wahrnehmen können, oder wollen.

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Veranstaltungen im Juli 2013

Im Juli finden gleich zwei Veranstaltungen statt, die wir euch ans Herz legen:
Am Sonntag, dem 14.07.2013 findet um 20h im Syndikat (Weisestr. 56 in Neukölln; U-Bhf Boddinstraße) eine Infoveranstaltung über die aktuelle politische Situation und libertäre Bewegungen in Russland statt.
Ein Moskauer Anarchist und politischer Aktivist wird aus erster Hand erzählen, was für eine Rolle die gesellschaftlichen Massenproteste gegen die Fälschungen der russländischen Wahlen der Jahre 2011 und 2012 für die Entwicklung der Protestbewegung und libertärer politischer Kräfte vor Ort gespielt haben. Hierbei wird er vor allem die Rolle der anarchistischen Kräfte in den russischen Metropolen beleuchten und aus anarchistischer Sicht eine Prognose der gegenwärtigen Proteste und Entwicklungen vornehmen.

Weitere Infos hier.

Und am Montag, dem 15.07.2013, findet dann wie jeden 3. Montag im Monat unsere Vokü in der Kadterschmiede statt (ab 21h, Rigaerstr. 94, F‘Hain).

Solitresen am 20.05.13

Am kommenden Montag (20.05.13) um 21 h findet erneut unser Belarus Solitresen in der Kadterschmiede (Rigaerstr. 94, Friedrichshain) statt.
Es gibt leckere Vokü, Soli Muffins und feinste Getränke.
Kommt vorbei, futtert euch satt, informiert euch!