Archiv für August 2013

Neuigkeiten aus Weißrussland

Baldige Freilassung eines Gefangenen

Vorraussichtlich wird dieses Jahr einer der inhaftierten Genossen, Aleksandr Frantskevich, aus der Haft entlassen. Aleksandr sitzt seit dem 3. Oktober 2010 in Strafkolonie mit verschärften Bedingungen 1. Der genaue Zeitpunkt der Freilassung steht derzeit noch nicht fest, jedoch wird es voraussichtlich zwischen dem 3. und 6. September sein. Natürlich hängt das Ganze auch vom Gutdünken Lukaschenkos und anderen Regierungseumeln ab…


Großereignisse in Weißrussland

Im Mai 2014 soll die Eishockey Weltmeisterschaft in Weißrussland ausgetragen werden.
Des Weiteren finden vorraussichtlich zwischen Ende 2014 und Anfang 2015 Wahlen in Weißrussland statt. Der genaue Zeitpunkt der Wahlen steht noch nicht fest, wird aber – wie bei den letzten Wahlen – höchstwahrscheinlich erst zwei bis drei Monate vorher bekannt gegeben. Dabei sei erwähnt, dass geanu vor den letzten Wahlen unsere Genossen inhaftiert wurden und generell einige irgendwie unliebsame politisch Aktive (aus welchem politischen Lager auch immer) inhaftiert, unter Hausarrest gestellt oder mit sonstigen Einschüchterungsversuchen konfrontiert wurden. Vor dem Hintergrund der Eisockey WM, ist dies gespannt zu beobachten, da die WM eine gute Möglichkeit darstellt, die katastrophale Situation in Weißrussland in die Aufmerksamkeit einer größeren Öffentlichkeit zu tragen. Denn wie auch andernorts bei solcherlei Großereignissen (z.B. gerade in Brasilien, wo dieses Jahr die Fußball WM stattfinden soll und derzeit große Massenproteste vor Ort stattfinden), zieht dies auch vermehrt das Interesse einer größeren Öffentlichkeit auf sich. Hoffen wir, dass Lukaschenko sich auf dünnem Eis befindet…

1 „Die Strafkolonien sind bewachte Areale, auf denen sich verschieden Gebäude, wie Kantinen, Schlafbarracken und Sporteinrichtungen befinden, in denen sich die Gefangenen – natürlich strikt innerhalb der Lagergrenzen – bewegen können. Sie haben die Möglichkeit andere Insassen zu treffen, zu arbeiten oder Sport zu machen. In den meisten Lagern werden die Gefangenen zum Arbeiten gezwungen, aber es gibt auch Kolonien, in denen nichts hergestellt wird und die Insassen nur herum hängen.“ (aus dem ABC Summer Bulletin). Verschärfte Bedingungen heißt hier u.a., dass weniger als fünf Besuche pro Jahr erlaubt sind.

Solidarität muss Bargeld werden²

Spendenkonto für die anarchistische Bewegung in Weißrussland

Wie wir an anderer Stelle bereits erwähnt haben, ist ein nicht unwesentlicher Teil unserer Soliarbeit das Sammeln von Geld. Ohne Moos wenig los gilt leider und insbesondere auch für anarchistische Arbeit und Gefangenenbetreuung in autoritären Kackstaaten: Anwaltskosten, die Unterstützung der Gefangenen mit kleinen, alltäglichen Lichtblicken, die Unterstützung der Familien der Eingesperrten – die dadurch oft selbst in den Fokus des Sicherheitsapperats geraten – und die tausend Kleinigkeiten der politischen Alltagsarbeit.

Neben unseren regelmäßigen Tresen und dem Solimaterial haben wir ab sofort ein drittes Standbein: ein Spendenkonto. Das gibt insbesondere Menschen die Möglichkeit (finanziellen) Support zu leisten, die nicht in Berlin wohnen oder aus anderen Gründen die anderen Möglichkeiten nicht wahrnehmen können, oder wollen.

(mehr…)